Der längste und gleichzeitig heisseste Tag des Jahres – anspruchsvolle Voraussetzungen für unsere traditionelle Pässefahrt. Verkehrsarme Nebenstrassen, eindrückliche Landschaften und eine bestens gelaunte Gruppe machten diesen Tag zu einem besonderen Erlebnis.Bereits um 05:30 Uhr machten wir uns auf den Weg Richtung Balsthal. Nach einem gemütlichen Einrollen auf flacher Strecke wartete mit der Tannmatt der erste Anstieg des Tages. Die wunderschöne Passstrasse mit ihren knackigen Rampen gilt als Geheimtipps der Region. Dank des Fahrverbots für Autos und Motorräder konnten wir die herrliche Natur in aller Ruhe geniessen.
Belohnt wurden wir anschliessend mit einer rund 25 Kilometer langen Abfahrt bis nach Delémont, wo wir unseren ersten Kaffeehalt einlegten.
Nach der Pause trennten sich die Wege. Urs Achermann und Erwin Müller entschieden sich für die grosse Runde und nahmen die anspruchsvolle Strecke über beeindruckende 258 Kilometer und 3530 Höhenmeter unter ihre Räder.
Unser Ehrenmitglied Hans Schmid absolvierte die kürzere Variante mit beachtlichen 143 Kilometern und rund 2’500 Höhenmetern. Seine Route zweigte bei Vermes Richtung Mervelier ab und führte anstelle des Passwangs über den Scheltenpass zurück ins Mittelland. Herzliche Gratulation an Hans zu dieser starken Leistung und zum erfolgreichen Abschluss dieser anspruchsvollen Tour.
Für die restliche Gruppe führte die Tour auf malerischen Nebenstrassen über Grindel und den Passwang zum Mittagshalt im Restaurant Alpenblick. Gut gestärkt nahmen wir die weiteren Anstiege über die Breitenhöchi, Langenbruck und Bärenwil in Angriff. Die Temperaturen kletterten inzwischen weit über die 30-Grad-Marke. Jeder Brunnen wurde zur willkommenen Erfrischung – fast schien es, als würden wir bei jedem zweiten Brunnen anhalten, um uns abzukühlen und die Bidons mit frischem Wasser aufzufüllen.
Ein Höhepunkt der Tour war einmal mehr die Abfahrt durch die eindrückliche Teufelsschlucht nach Härkingen. Gleichzeitig zeigte sich die ganze Wucht der Sommerhitze. Mit jedem verlorenen Höhenmeter wurde die Luft spürbar wärmer, unten in Härkingen angekommen, fühlte es sich tatsächlich wie in einem Backofen an.
Da alle wesentlichen Höhenmeter bereits geschafft waren und die Hitze ihren Tribut forderte, entschieden wir uns, die Übergänge von Wikon zur Moosersagi und weiter nach Reitnau auszulassen. Stattdessen führte uns der Heimweg über Brittnau und Dagmersellen zurück nach Sursee. In Brittnau gönnten wir uns noch einen gemütlichen Zwischenhalt in der Festwirtschaft des Brittnauer Iron Bike.
Nach einem Tag voller schöner Eindrücke, anspruchsvoller Anstiege und kameradschaftlicher Momente erreichten wir zufrieden unser Ziel. Beim traditionellen Abschlussbier im Café Weibel in Sursee liessen wir die gelungene Pässefahrt Revue passieren – ein würdiger Abschluss eines unvergesslichen Sommertages.
Bericht: Patrik Hug
Fotos: Diverse
