Erfolg am Powerman Zofingen

Erfahrungsbericht von Beat Wyss

Sehr gut vorbereitet nahm ich dieses Jahr zum zweiten Mal nach 2010 am Powerman Zofingen teil. Dieser Duathlon gilt offiziell als Weltmeisterschaft in der Langdistanz und wird als härtester Duathlon der Welt bezeichnet. Er beinhaltet folgende Distanzen: 10 Kilometer Laufen 150 km Radfahren und nochmals 30 km Laufen. Dabei gilt es insgesamt rund 2500 Höhenmeter zu überwinden.

Bei herrlichem Wetter startete ich morgens um Neun in den Wettkampf. Ich absolvierte die ersten 10 Kilometer Laufen in einer Zeit von etwas über 36 Minuten, genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich kam als Vierter der Kategorie "Open Männer" mit insgesamt 127 Teilnehmer aus der ganzen Welt, wieder in die Wechselzone.

Nun ging es auf die Radstrecke, welche dreimal über eine Runde von je 50 Kilometer führte. Auf jeder Runde war die knackige Steigung von Schötz Richtung Ohmstal und Bodenberg, mit bis zu 16 Steigungsprozenten zu überwinden. Ich fand auf dem Rad schnell einen guten Rhythmus und war als Zweiter der Kategorie, beim Verpflegungsposten oben auf dem Bodenberg. In der Abfahrt Richtung St.Urban wurde ich dann von einer grösseren Gruppe ein- und überholt. Ich entschloss mich meinen Rhythmus beizubehalten und versuchte gar nicht erst an der Gruppe dran zu bleiben, welcher sich noch als kluger Entscheid heraus stellen sollte. Auf der zweiten Radrunde hatte ich dann auf einmal Rückenschmerzen, welche es irgendwie auszublenden galt. Ich musste mein Tempo aber trotzdem ein wenig drosseln. In der dritten Runde lief es mir dann zunächst wieder etwas besser und ich konnte Richtung Bodenberg wieder einige meiner Konkurrenten ein- und überholen, welche sich wohl etwas übernommen hatten oder der Hitze Tribut zollen mussten. Bei Kilometer 130 wurde ich dann auf einmal von starken Muskelkrämpfen in den Beinen geplagt und musste daher mein Tempo erneut etwas drosseln. Die letzten 10 Kilometer konnte ich aber wieder in einem guten Tempo zurücklegen. Nach 4 Stunden und 23 Minuten traf ich wieder in der Wechselzone in Zofingen ein. Auf dem Velo konnte ich meine persönliche Zielsetzung nicht ganz erreichen, was wohl auch ein bisschen an den sommerlichen Temperaturen lag, die mir nicht besonders liegen.

Ich war nun schon etwas mehr als fünf Stunden unterwegs und nun galt es noch einmal die Laufschuhe für die restlichen happigen 30 Kilometer zu schnüren. Die Laufstrecke führte über Umwege auf den Heiternplatz, wo sich der Wendepunkt befand und beinhaltete wiederum einige happige Steigungen. Diese Strecke war zweimal zu absolvieren. Verständlicherweise fühlten sich die Beine nun nicht mehr allzu frisch an aber ich versuchte trotzdem meinen Laufschritt zu finden und psychisch war ich noch in einer sehr guten Verfassung. Es war nun wichtig sich immer gut an den Verpflegungsposten mit Flüssigkeit einzudecken und dafür nahm ich mir auch reichlich Zeit. Nach 2 Stunden und 28 Minuten hatte ich dann schliesslich auch die Laufstrecke geschafft und konnte unter lautstarker Unterstützung der zahlreichen Zuschauer, glücklich die Ziellinie in der Arena in Zofingen überqueren. Meine Schlusszeit für den ganzen Wettkampf betrug 7 Stunden 33 Minuten und 24 Sekunden.
Es war alles andere als selbstverständlich das Ziel zu erreichen, denn über 20 Prozent der Teilnehmer haben das Rennen wohl wegen der Hitze aufgegeben.

Ich hatte keine Ahnung für welchen Rang es mir schlussendlich reichen würde, da sich die verschieden Kategorien im Laufe des Rennens völlig durchmischt hatten. Zu meiner Überraschung erreichte ich schliesslich hinter einem Belgier den sensationellen 2.Rang in der Kategorie "Open Männer 35-39Jahre" und den 6. Rang der ganzen "Open" Kategorie. Am Abend durfte ich im vollen Stadtsaal aufs Podest schreiten und überglücklich meine Silbermedaille in Empfang nehmen.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinen beiden Helfern Beat und Hans, recht herzlich für ihren super Job bedanken. Danken möchte ich auch noch Kaspar, der mich auf der abschliessenden Laufstrecke anfeuerte und allen anderen Bekannten und Freunden welche mich unterstützt haben sowie dem Veloclub für die immer wieder schönen Ausfahrten.