Der Start – motiviert ins Abenteuer
Am Dienstag, den 14. April 2026 um 07:00 Uhr rollten wir los – top motiviert und voller Vorfreude. Schon nach den ersten 50 Kilometern wurde uns klar: Unsere Vorbereitung war gut, der grosse Trainingsaufwand hat sich gelohnt. Mit grosser Zuversicht rollten wir weiter Richtung Can Picafort.
Unser geheimes Erfolgsrezept – das Support-Team
Was wäre ein solches Abenteuer ohne die richtigen Menschen im Hintergrund. Mit Nadia und Germaine hatten wir das beste Support-Team, das man sich vorstellen kann. Am Vorabend hatten wir gemeinsam Checkpoints festgelegt, die Simeon anschliessend in eine Google-Maps-Route einpflegte – so konnten Nadia und Germaine die einzelnen Stationen präzise anfahren. Alle rund 35 Kilometer erwartete uns dann ein echter Formel-1-Boxenstopp: Essen, Trinken, Kleidungswechsel – professionell und herzlich zugleich. Ohne diesen Support wäre das Abenteuer schlicht nicht möglich gewesen.
Kälte, Technik und kleine Katastrophen
Die Kälte in den ersten 50 Kilometern war brutal – drei Pinkel Pausen inklusive. Auch technisch verlief nicht alles nach Plan: ein Platten und immer wiederkehrende Probleme mit der Beleuchtung sorgten für zusätzliche Herausforderungen. Am Ende fuhren wir ganz ohne Licht – woraufhin Nadia und Germaine kurzerhand hinter uns fuhren und uns mit ihren Autoscheinwerfern den Weg ausleuchteten. Improvisation auf höchstem Niveau!
Leiden und Geniessen – dicht beieinander
Die Tour war eine intensive Mischung aus unglaublich schönen Momenten und knallhartem Leiden. Wir entdeckten Strecken, die wir so noch nie gefahren waren, und erlebten Landschaften, die uns den Atem raubten.
Zwischen 11:00 und 16:00 Uhr herrschte echte Volksfeststimmung auf den Strassen – unzählige Velofahrer, einfach überall. Kleiner Wermutstropfen: Bei der traumhaften Abfahrt vom Puig Major nach Soller wurden wir von einem Lastwagen und zwei Personenwagen ausgebremst. Schade – denn diese Abfahrt zählt zu den schönsten ganz Mallorcas.
Die Highlights der Strecke
- Aufstieg von Pollença über den Col de Femenia zum Puig Major
- Abfahrt vom Puig Major nach Soller – atemberaubend schön
- Küstenklassiker von Soller nach Andratx – ein stetiges Auf und Ab, eine Aussicht jagt die nächste
- Pittoreske Dörfer wie Deià, Banyalbufar, Estellencs und Andratx
Gilberts persönlicher Rückblick
„Nach rund 3’600 Höhenmetern war ich komplett am Limit – im Flachen erholte ich mich glücklicherweise wieder etwas. Ich hatte völlig unterschätzt, wie viel Kraft und Zeit die Höhenmeter wirklich kosten – das war eine echte Erkenntnis. Dazu kamen noch rund drei Stunden mit starker Übelkeit. Doch die letzten drei Stunden wurden deutlich besser, und die abschliessenden 80 Kilometer konnten wir gemeinsam richtig Vollgas geben.»
Patriks persönlicher Rückblick
„Körperlich lief es bei mir die ganze Tour über erstaunlich gut – keinen einzigen Einbruch. Psychologisch habe ich die Strecke in 100-Kilometer-Blöcke aufgeteilt: bereits 100 geschafft, dann 200 – und irgendwann hiess es nur noch ‚60 km, das sind bloss 3 Mal um den Sempachersee‘. Diese mentale Visualisierung hat enorm geholfen. Dazu die wunderschöne Landschaft und die malerischen Dörfer – besser kann eine Ablenkung nicht sein. Und natürlich habe ich Gilbert motiviert dranzubleiben und ihn – trotz Übelkeit – dazu gebracht, noch ein Gel zu sich zu nehmen. Was sich ausgezahlt hat: Die letzten 80 Kilometer haben wir gemeinsam richtig gebolzt.»
Ankunft und Dankbarkeit
312 km, 4’839 Höhenmeter, rund 13,5 Stunden Fahrzeit – unterwegs von 07:00 bis 23:00 Uhr. Einfach Wahnsinn.
Fix und fertig, aber voller Adrenalin, kamen wir in unserer Villa an – wo uns bereits Simeon und Severin mit einem köstlichen selbst gekochten Abendessen erwarteten. Der perfekte Abschluss eines unvergesslichen Tages.
Ein riesiges Dankeschön an alle, die mitgefiebert haben – wir haben oft an euch gedacht!
Fazit
Stolz und glücklich blicken wir auf diese wunderschöne, selektive Strecke zurück. 312 Kilometer und 4’839 Höhenmeter auf Mallorca – gemeistert. Mission accomplished.
Route

Impressionen


